Inzwischen füllt er Säle mit über eintausend Zuhörern. Die Rede ist von dem Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser, der in diesem Buch die illegalen Kriege gegen Iran (1953), Guatemala (1954), Ägypten (1956), Kuba (1961) Vietnam (1964), Nicaragua (1981), Serbien (1999), Afghanistan (2001), Irak (2003), Libyen (2011), Ukraine (2014), Jemen (2015) und den noch andauernden Krieg gegen Syrien beschreibt. Gansers Buch  ist spannend geschrieben und voller interessanter Details, die uns die Medien teilweise bis heute vorenthalten. Aber, und das mag dem einen oder anderen nicht unbedingt gefallen, er redet und schreibt Klartext! Wer sich in Zeiten moderner Kommunikation jedoch eher aufs Zuhören beschränken möchte, dem sei einer seiner zahlreichen Vorträge empfohlen, die Ganser auf YouTube gepostet hat, oder noch besser, der besuche einen seiner Vorträge.

Nachdem die USA einseitig das Atomabkommen mit dem Iran gegen den erklärten Willen der Europäer aufgekündigt haben, zeichnet sich im Nahen Osten die Vorbereitung für einen neuen heissen Krieg ab. Der Nahost-Experte Michael Lüders analysiert in diesem Buch präzise, wie und warum der Iran von den USA und Saudi-Arabien ins Visier genommen wird, und welche katastrophalen Folgen ein Krieg mit dem Iran nicht nur für den Nahen Osten sondern auch für Europa hätte. Zudem geht Lüders auch auf den von Saudi-Arabien mit Unterstützung der USA und Englands geführten brutalen Bombenkrieg im Jemen ein, der entsetzliche Folgen für die Zivilbevölkerung dort hat.

 

 

 

 

 

 

 

Bestsellerautor Jürgen Todenhöfer  hat unter dem Titel „Die große Heuchelei“ ein neues Buch geschrieben, das bereits in der ersten Woche nach seinem Erscheinen die Bestsellerlisten erklommen hat. Mitgearbeitet an der Neuerscheinung hat sein Sohn Frederic. An Jürgen Tödenhöfer scheiden sich die Geister. Die einen feiern ihn wegen seiner klaren und deutlichen Sprache mit der er die doppelten Standards des sogenannten Wertewestens als Heuchelei anprangert. Den anderen ist er schon allein deshalb ein Dorn im Auge. In seinem neuen Buch schildert der Autor, wie er sich oft unter Lebensgefahr für seinen Sohn und seiner übrigen Begleiter an die Brennpunkte dieser Welt begibt, um sich mit eigenen Augen ein Bild der Lage zu machen, „...weil die Dinge vor Ort anders aussehen, als in den Berichten“ die uns die Medien liefern. Im Gazastreifen, den er nur durch einen Tunnel kriechend erreicht, in Myanmar, wo er in der Dunkelheit mit einem schwankende Kahn über einen Fluß übersetzen muß, um dort ein Dorf der Rohingya zu sehen, das das Militär niedergebrannt hat, im Yemen, wo er unter Schwierigkeiten in den von den Huthi-Rebellen beherrschten Norden des Landes gelangt. Und immer geht es um die schonungslose Feststellung, daß der Westen unter dem Vorwand, den betreffenden Staaten Freiheit, Demokratie und Menschenrechte bringen zu wollen, sich lediglich der Ressourcen der jeweiligen Länder bemächtigen will oder geostrategische Interessen im Fordergrund stehen. "Ein „Selbstbestimmungsrecht“ für die Länder des Mittleren Ostens gab es immer nur im engen Rahmen amerikanischer Interessen." Und vorne mit dabei: die deutsche Bundesregierung. Der Westen muß die Menschenrechte vorleben, fordert Todenhöfer, statt sie nur vorzuheucheln: „Wenn der Westen seine Werte weiter so schamlos verrät, wird er untergehen“. Ein spannendes aber zugleich auch längst überfälliges, notwenidges Buch!

Eine Empfehlung für all diejenigen, welche die heutige Geostrategie der USA verstehen möchten! Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 fiel die alleinige Weltmacht den USA quasi über Nacht in den Schoss. Der polnisch-US-amerikanische Politikwissenschaftler Zbigniew Brzezinski, der zu den drei wichtigsten US-Geostrategen zählt, geht in diesem Buch von 1997 offensiv der Frage nach, wie die USA diese Weltherrschaft in den folgenden Jahrzehnten konservieren können. So sagt er hier nicht nur die später erfolgte NATO-Osterweiterung sondern auch den amerikanischen  Versuch, die Ukraine an den Westen zu binden, voraus. Auch die Rolle Deutschlands wird in diesem Buch klar definiert. Denn Brzezinski offenbart, dass wir für die USA nur ein „Vasalle“ sind, ein verlängerter Arm der US-Interessen und nicht mehr. Dieses Buch ist ein Augenöffner für die heutige Weltpolitik sowie für die aktuellen Krisen- und Kriegsschauplätze.

Eine Pflichtlektüre für jeden politisch interessierten Menschen: Der Politik- und Islamwissenschaftler Dr. Michael Lüders beschreibt die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten seit der Kolonialzeit und erklärt, was sie mit der aktuellen politischen Situation dort zu tun haben. Wer die Hintergründe für die aktuellen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten verstehen möchte, sollte dieses Buch lesen!

 

Die Welt ist heute abhängig vom Erdöl: 94 Millionen Fässer Erdöl werden weltweit täglich verbraucht. Das sind 47 Supertanker! Daniele Ganser, schweizer Historiker und Friedensforscher, zeigt in diesem Buch auf, wie es in den letzten 150 Jahren zu dieser Abhängigkeit gekommen ist und wie seither die westlichen Erdölkonzerne mit Hilfe von Politik und Militär Einfluss auf die Förderrechte in anderen Ländern nehmen. Keiner der Kriege im Nahen und Mittleren Osten hat mit Demokratie oder mit Menschenrechten zu tun, sondern es geht einzig allein um Macht und Ressourcen. Wer sich für Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe oder Wirtschaftspolitik interessiert, sollte unbedingt dieses Buch lesen.

 

Eine spannende und sehr aufschlussreiche Biografie über den langjährigen CIA-Direktor Allen Dulles, der von 1953 bis 1961 die CIA vom kleinen Auslandsgeheimdienst zu einer schlagkräftigen Organisation zur weltweiten Durchführung verdeckter Operationen, politischer Morde, dem Sturz legitim gewählter Regierungen im Ausland und der massenhaften Überwachung der eigenen Staatsbürger aufbaute. Wer sich bisher fragte, warum sich die CIA in den letzten 70 Jahren weltweit für die Interessen der US-Banken- und Wirtschaftseliten einspannen liess, bekommt hier die einfache Antwort: Allen Dulles und sein älterer Bruder Foster Dulles, der unter Präsident Eisenhower von 1953 bis 1959 das Amt des Aussenminister bekleidete, waren Teil dieser Eliten! Mit ihrer Wirtschaftskanzlei Sullivan & Cromwell vertraten die beiden Brüder als studierte Juristen die Interessen u.a. von der Chase Manhattan Bank der Familie Rockefeller, von Ford, der United Fruit Company (heute: Chiquita), aber auch der deutschen IG Farben AG (heute: BASF, Hoechst, Bayer u.a.). Nebenbei erfährt man außerdem, dass der Vorläufer des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) im Juni 1946 von US-Behörden als Dienststelle der US Army gegründet und finanziert wurde. Ab 1949 übernahm dann die CIA die Aufsicht über den BND…